In Kraft: Gesetz zum Schutz der Insektenvielfalt und Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung

Mit in Kraft treten der PflSchAV am 8.09.2021 sind Anwendungen von Glyphosat in Wasserschutzgebieten und Kern- und Pflegezonen von Biosphärenreservaten sowie Spätanwendungen vor der Ernte verboten!
Die Anwendung von Glyphosat ist bis zum 01.01.2024 nur noch zulässig, wenn vorbeugende Maßnahmen nicht durchführbar (perennierende Unkräuter, Erosionsgefahr) oder anderen technische Maßnahme nicht geeignet oder zumutbar sind. Bei Direktsaat und Mulchsaat bleibt sie erlaubt.

Zur Grünlanderneuerung ist sie nur noch zulässig auf Teilflächen oder bei Erosionsgefahr. Ab dem 01.01.2024 gilt ein vollständiges Verbot, wenn es keine andere EU-Entscheidung gibt.
Im Haus- und Kleingarten-Bereich sowie auf Flächen der Allgemeinheit gilt das Verbot ab sofort, jedoch nur soweit Zulassungen/Genehmigungen für diese Bereiche dem nicht entgegenstehen.
 
Nach dem Insektenschutzgesetz gilt für Naturschutzgebiete und Nationalparks, Naturdenkmälern, gesetzlich geschützte Biotope gemäß § 30 BNatschG ein Verbot von Herbiziden sowie von Insektiziden mit den Anwendungsbestimmungen/Auflagen B1 bis B3 und NN410. Das Verbot gilt auch in FFH-Gebieten. Ausnahme davon: Gartenbau, Obst- und Weinbau, Hopfen und sonstige Sonderkulturen, Saat- und Pflanzgutvermehrung und eingeschränkt auf Ackerflächen.
 
Da hier Bundesrecht nicht das Landesrecht bricht, bleiben in BW die Regelungen durch das Biodiversitätsstärkungsgesetz in vielen Bereichen gültig.

 

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